Elektro(nik) Schaltpläne und Service-Unterlagen

Elektro(nik) Schaltpläne und Service-Unterlagen
Stand: Sonntag, 22. Januar 2017 21:38

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Wie oft suchte ich schon nach Pläne, Informationen oder Service-Unterlagen.
Ohne sie ist es fast unmöglich, Fehler an Geräten zu finden und zu beheben.

Wie mühsam war es, die richtige Adresse im Netz zu finden.
Auf diesen Seiten will ich mir bekannte Pläne als Links
nach Produktgruppen sortiert zur Verfügung stellen.

Diese Seiten werden wohl eine ewige Baustelle sein ......
deshalb:
Wer tote Links entdeckt, weitere Schaltpläne im Netz kennt,
kann mir das in einer Mail schreiben

Lichterzeugung mit Leuchtstofflampe

Leuchtstofflampen sind mit Quecksilberdampf gefüllt und haben an den Enden beheizbare Elektroden.
Die Innenwandung des Glasrohres ist mit phosphorhaltigen
Leuchtstoffen beschichtet, die bei Betrieb der Leuchtstofflampe in bestimmten Lichtfarben leuchten.
Daher der Name Leuchtstofflampe ( Lichtstrahler )

Die Lichtfarben werden durch die Art der Gasfüllung und des Leuchtstoffes bestimmt.
Verwendet wird ein Edelgas - meist Argon oder eine Mischung aus Argon und Neon
So können verschiedene Farben erzeugt werden, die zum Beispiel für Werbetafeln
eingesetzt werden. Weißes Licht erhält man jedoch nur, wenn Quecksilber verwendet wird.
Diese Leuchtstoffröhren sollten am Ende ihrer Lebensdauer deshalb unbedingt
entsprechend entsorgt werden und nicht einfach im Haushaltsmüll landen.
Zerbricht solch eine Leuchtstofflampe, wird giftiger Dampf freigesetzt, allerdings in so geringer Menge, dass die Gefahren bei weitem nicht so hoch sind wie oftmals
angenommen.
Leuchtstofflampen gibt es in verschiedenen Farbspektren, auch wenn sie weißes Licht spenden. Es gibt sogenannte Warmton- und Kalttonlampen. Warmtonlampen werden
in Wohnbereichen genutzt, da ihr Licht gemütlich und entspannend wirkt.
Kalttonlampen entsprechen eher dem Tageslicht und sind beispielsweise gern in
Büroräumen zu finden, da ihr Licht Ermüdungserscheinungen verringert.

Für die richtige Farbwahl gibt es international standardisierte Codes, die Informationen über feine Farbabstufungen verraten.

Die Lebensdauer einer Leuchtstofflampe beträgt etwa 7000 Brennstunden bei etwa 2000 Schaltungen.
Wird die Leuchtstofflampe sehr häufig geschaltet, sinkt die Lebensdauer.

Die Lichtausbeute gegenüber einer Glühlampe beträgt bei gleicher Leistung
etwa das 3-6 fache.

Weitere Infos


Leuchtstofflampen haben keinen
Durchgang zwischen den Elektroden,
also muß der Strom durch die Gasfüllung
hindurch fließen. Dazu muß das Gas aber
erst in einen leitenden Zustand versetzt werden.

Damit der Strom durch die Leuchtstofflampe fließt, wird die Qecksilberdampffüllung durch einen
Starter und Drossel bewirkenden
Hochspannungsstoß ionisiert und damit leitfähig.

Der Strom durch die Qecksilberdampffüllung erzeugt sichtbares, blaßblaues Licht und eine wesentlich kräftigere aber unsichtbare ultraviolette Lichtstrahlung.
Dieses UV-Licht kann die Glaswandung nicht durchdringen, es regt aber die innerhalb des Glasrohres
angebrachte Leuchstoffschicht zum leuchten an

Wirkungsweise der Leuchtstofflampe

Damit der Strom durch die Leuchtstofflampe fließt, wird die Qecksilberdampffüllung durch einen
Starter und Drossel bewirkenden Hochspannungsstoß ionisiert und damit leitfähig.
Nach dem der Quecksilberdampf gezündet hat, wird sein Widerstand klein und damit der Strom
durch die Lampe sehr groß. Damit die Lampe nicht zerstört wird, muß der starke Stromanstieg durch ein
Vorschaltgerät verhindert werden.

Leuchtstofflampen benötigen demnach für ihren einwandfreien Betrieb zusätzliche Betriebsmittel:
Eine Zündeinrichtung (Starter) und ein Vorschaltgerät (Drosssel).

Schaltungsprinzip der Leuchtstofflampe

Wie aus dem Stromlaufplan (oben) zu ersehen ist, wird die Leuchtstofflampe mit dem Vorschaltgerät in Reihe  geschaltet.
Parallel zur Leuchtstofflampe liegt der Starter, der die Leuchtstofflampe zündet.
Der Parallel zum Starter liegende Kondensator dient überwiegend zur Funkentstörung.
Nach Einschalten des Netzschalters liegt die Netzspannung zwischen L1 und N über Vorschaltgerät und Elektroden (Wendel) an der Glimmlampe des Starters.
Das Edelgas in der Glimmlampe zündet, es fließt ein kleiner Strom.
Durch die hervorgerufene Glimmladung erwärmen sich die Elektroden der Glimmlampe.

Durch die Erwärmung krümmen sich die aus Bimetall bestehenden Elektroden im Starter und
berühren sich. Dadurch wird die Glimmlampe kurzgeschlossen

Jetzt fließt ein hoher Strom (der etwa 1,5fache Lampenstrom) vom Außenleiter L1 über das
Vorschaltgerät, über die 1.Elektrode, durch den kurzgeschlossenem Starter und über die
2.Elektrode zum Neutralleiter N.
Im Vorschaltgerät baut sich ein starkes Magnetfeld auf.
Die Metallwendeln (Elektroden) in der Leuchtstofflampe werden aufgeheizt.
Die Elektroden sind mit einer Paste versehen, von der sich bei Erwärmung Elektronen
leicht lösen können.
Da die kurzgeschlossene Glimmlampe im Starter nicht mehr leuchtet, kühlt sie sich ab.
Die Glimmlampenkontakte öffnen sich, der Stromkreis wird unterbrochen.
Das starke Magnetfeld im Vorschaltgerät bricht zusammen.
Das hat zur Folge, daß das Vorschaltgerät durch die Induktionswirkung einen großen Spannungsstoß
an die Elektroden der Leuchtstofflampe liefert.
Der große Spannungsstoß (600V bis ca. 2000V) bringt die aus den Elektroden austretenden Elektronen auf eine große Geschwindigkeit.
Sie prallen gegen Quecksilberatome, schlagen dadurch weitere Elektronen herraus und machen die Quecksilberatome ebenfalls leitend.
Die Gasfüllung innerhalb der Leuchtstofflampe wird also leitend. Die Leuchtstofflampe hat gezündet.

Der Strom der Leuchtstofflampe steigt lawinenartig an. Das Vorschaltgerät wirkt jetzt als
Strombegrenzer (Drossel),die Leuchtstofflampe leuchtet.
Die Brennspannung bei einer 36W-Lampe ca.103V.
Die Glimmlampe im Starter kann nicht leuchten, weil die Spannung an den Glimmelektroden
zu klein geworden ist.


Technische Daten:

Nennleistung 36 W, Länge 1200 mm
Nennspannung 220 V, Nennstrom 0,44 A, Brennspannung ca. 103 V
Erforderliche Zündspannung zwischen den Elektroden: 300 V-600 V
(bei warmer Lampe genügt der kleinere Wert)
Das Vorschaltgerät liefert eine Zündspannung von 600 V-2000 V
Vorheizstrom 0,64 A-0,78 A
Lampenersatzwiderstand der leuchtenden Lampe 290 Ohm
Heizwendelwiderstand 6,8 Ohm
Leistungsaufname mit Drossel 51 W
Scheinleistung: 97 VA
Leistungsfaktor cos phi = 0,52
Nennstrom bei kompensierter Lampe (cos phi = 1) 0,29 A
Zündspannung für die Starterglimmlampe ca 160 V ( ca. 80V bei Tandemschaltung )
Löschspannung für die Starterglimmlampe ca 140 V ( ca. 70V bei Tandemschaltung )
Strom bei leuchtender Starter-Glimmlampe 20 mA bis 40 mA
Startspannung, bei der die Kontakte öffnen sollen ca. 180 V ( ca. 90V bei Tandemschaltung )

Anmerkung:
Der Starter kann nur dann die Zündung der Lampe einleiten,
wenn er die "Startspannung" von 180 V erhält. (Bei Tandem-Schaltung 90V)
Erst bei dieser Spannung ist es sicher, daß der Starter seine Kontakte schließt und beim Erkalten öffnet.

Standard-Schaltung

Parallelkompensierte
Einzel-Schaltung

Tandem-Schaltung

Vorschaltgerät:         36 (40) Watt
Leuchtstofflampen   18 (20) Watt
Starter 110V, Tandem, (nicht 220V Single-Starter verwenden)

Duo-
Schaltung

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